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Manuellsen im Interview

Gepostet von Inflare am 1. Dezember 2008 – 21:18 Uhr 5 Kommentare


Ruhrpott Rapper Manuellsen, der sich ja eigentlich aus dem Rapgeschäft zurückzog, behauptet in einem Interview, dass es keinen wahren HipHop mehr in Deutschland gebe.
Da du dich nun in Zukunft musikalisch in eine andere Richtung entwickeln möchtest, stellt sich die Frage: Hast du den Glauben an die HipHop-Kultur verloren?

Manuellsen: Ich habe nicht den Glauben an Hip Hop verloren, nur an die Hip Hop-Kultur in Deutschland und ich glaube, mit dieser Meinung bin ich nicht ganz allein. Es gibt hier einfach keine Endkonsumenten mehr. Es gibt nur noch kleine 16-jährige Kinder und irgendwelche Kritiker, aber keine wahren Hip Hop-Fans. Jeder der deine Songs hört, rappt heutzutage selber oder versucht es zumindest vollkommen talentfrei.

Das erschwert es uns, den richtigen Künstlern, und macht die Arbeit nicht mehr liebenswert, sondern nur noch nervig und ätzend. Das hat noch nicht einmal was mit diesem ganzen Gangster-Quatsch zu tun. Ich glaube deutsche Hip Hop-Fans sind undankbar. Nicht alle, aber die meisten.

Wo wird sich HipHop deiner Meinung nach in Zukunft positionieren?

Manuellsen: Wenn nicht einer kommt, der das Ganze hier wieder auf Vordermann bringt, dann sehe ich für Hip Hop nur noch schwarz. Ich für meinen Teil habe versucht Musik in das Spiel hineinzubringen – Melodien, Ehrlichkeit und echtes Leben. Am Ende bin das ICH. Das scheint aber in die Köpfe der verblendeten Jugend nicht rein gehen zu wollen.

Das ist auch nicht weiter schlimm, aber mein Talent und meine Seele sind mir zu wertvoll, um sie mit Menschen zu teilen, die es nicht zu schätzen wissen. Verstehst du? (schaut enttäuscht) Wem soll ich die Schuld geben? Mir, den Leuten da draußen, dem Schicksal?

Denkst du nun am Ende deiner Rap-Karriere, dass man mit Ehrlichkeit im Leben gar nicht so weit kommt wie mit Lügen und Verrat?

Manuellsen: Wir wissen es ja alle: Die Wahrheit tut bekanntlich weh und keiner hört sie gern. Ich sag es kurz und knapp: Wenn Ehrlichkeit einen großen Wert hätte, dann gäbe es keinen dieser Künstler mehr, die es hier gibt. Außer vielleicht eine Handvoll. Deswegen hat alles was ich momentan mache seinen Sinn.

Gibt es einen Menschen, der dich durch seine Persönlichkeit beeindruckt und geprägt hat? Was würdest du diesem, wenn du ihn treffen könntest, mit auf den Weg geben?

Manuellsen: Musikalisch habe ich außerhalb meines Camps nur Respekt vor Azad. Er ist ein ehrlicher und ein guter Mensch. Viele sollten sich von ihm eine Scheibe abschneiden und wenn sie mir nicht folgen wollen, dann sollten sie ihm folgen. Er ist wirklich eine beeindruckende Persönlichkeit. Ich wünsche ihm nur das Beste.

Eigentlich gibt es in unseren Interviews für “Gesichter deutscher Rap-Kultur” immer genau 5 Fragen. Doch heute gehören die letzten Worte nur dir und deinen Fans.

Manuellsen: (lacht) Vielen Dank, junge Frau. Ok, an alle meine Fans: Ich bleibe euch erhalten. Ich bin nicht vollkommen weg. Ich benutze nur einen anderen Weg zu euch und ich hoffe euch auch auf diesem zu treffen. Ich bin froh darüber, dass es auch in Zeiten von Kollegah noch Menschen gibt, die mich fühlen. Und zwar nicht aufgrund meiner Rap-Fähigkeiten, sondern weil ich ihnen Sachen gebe, die kein anderer ihnen gibt. Und das mache ich gerne für meine Fans, Supporter und Gleichgesinnten. Ihr seid der Hammer! Danke!

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5 Kommentare »

  • alex_109 sagt:

    also ich find manuellsen is einer der rapper die viel zu wenig beachtet werdn obwohl er wirklich wie er in dem interview sagt ein ehrlichger mensch is..wer nen beweis will muss sich ma auf http://www.pottweiler.de das mixtape runterladn,geschichten die das leben schreibt..
    naja finde er hatt iwie recht mit hip hop in deutschland..ausser er und savas will irgendwie keiner mehr diese kultur am leben halten..schade )=

  • was geyt sagt:

    man is doch klar in deutschland gibts auch keine g`s was soll da schon verkörpert werden. die leute wollen keine geschichte hören wie schlecht es den leuten ausm plattenbau geht da diese menschen wenigstens sozialhilfe haben wenn sie nicht arbeiten können. in amerika hingegen is das ganz anders und die geschichten der rapper sind viel interessanter und packender als ne langweilige 0815 schon tausendmal nacherzählte geschichte eines sido bushido manuellsen oder fler ist doch klar das hip hop hier also nich als kultur angesehen werden kann. außerdem liegen die wurzeln nunmal in der U.S.A also leute wennschon deutscher hip hop dann soll er sich wenigstens fett anhören und keine geschichten erzählen die eh nich stimmen. bleibt beim party shit oder erzählt was über money bitches oder weed aber nich über knarren und messerstechern plsssssssssss….

  • oZar sagt:

    thats right bro…..

  • alex_109 sagt:

    und genau über sone typen wie du redet er in dem interview
    es geht doch nicht immer nur über g rap..mit hip hop kann man doch viel mehr erzählen als i shot this nigger and fuck youre mother und genau den selben scheiß auf deutsch zu machn..mann kann damit geschichten erzählen und genau das macht manuellsen..und das sehr gut..viele sind einfahc auf diesem gangstarap shit hängengeblieben..viele denken jezz sie sind die coolsten und müssen genauso leben wie was die sagn..is doch quatsch..

  • was geyt sagt:

    tzz du widersprichst dich selber man is doch klar das die in ihrem rap verkörpern sollen wer sie sind und was sie erlebt haben deswegen is hip hop hip hop und nich rock oder pop und ganz ehrlich manuellsen hat nix zu erzählen und man alter hör dir seine tracks an er labert nur müll jeder bar den er schreibt jeder track den er macht alles nur fake ich denke nämlich nicht das er fette knete macht und früher am block das erbärmlichste leben geführt hat also was laberst du digga
    in deutschland geht es nur in den texten um die vergleiche wär hat die geilsten reime und den fettesten flow aber nich wer erzählt die schönsten geschichten wenn du geschichten hören willst dann kauf dir ne benjamin blümchen cd ;D außerdem wer sagt das es nur um g rap gehen soll hör dir tracks von 50y tupac oder the game an die reden nich nur über i shot this nigger und deutsche tzz die erzählen jeden tag dasselbe ehrlich gesagt würd ich bushido nich wegen seinen ausdrücken verbieten lassen sondern wegen seiner ständigen schmalzigen scheisse und seinem eintönig beschissenem flow thats was up

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