Dr. Dre und Jimmy Iovine sprechen über die Lage des Hip Hops

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Produzent Dr. Dre und Chef des amerikanischen Labels „Universal/Interscope Records“, Jimmy Iovine, gaben letztens ein interessantes Interview in Berlin. Die beiden Hip Hop-Pioniere sprachen über den jetzigen Zustand des Hip Hops und wie es sich herausstellte haben die beiden komplett verschiedene Meinungen. Dre findet, dass der Hip Hop keine Ideen mehr hat und schnell von einer anderen Musik ausgewechselt werden kann.

Dr. Dre: „Die Musik hat keine Ideen mehr. Da hat sich ein riesiger Hohlraum gebildet. Im Grunde kann jetzt die nächste Musik kommen und den Laden übernehmen.“

Jimmy hingegen denkt, dass der Rap einfach neue und frische Künstler gebrauchen könnte:
Es braucht immer diese Jungs Anfang zwanzig, die genug Feuer haben, einen Weltenbrand anzufachen. Rock brauchte Kurt Cobain. Im HipHop waren das zuletzt Eminem und Jay-Z. Das kann aus England kommen, oder aus den USA – das ist ganz egal. Nur diese Persönlichkeit muss da sein.“

Die Verschmelzung von HipHop und Club-Musik aus Europa hat es dem Topmanager sehr angetan:
Was ich im Augenblick mit großer Freude und Neugier beobachte, ist die Verschmelzung von HipHop und Club-Musik aus Europa. Ich liebe das. Am Ende geht es im HipHop darum, was die Leute zu sagen haben. Da gibt es gerade Defizite. Ob das nun jugendfrei ist oder nicht, moralisch wertvoll oder nicht, das interessiert mich nicht. Ich warte auf den nächsten großen Lyriker. Jemanden, der eine Geschichte zu erzählen hat. Davon abgesehen, bin ich sehr glücklich mit diesem Club-Einfluss.“

Zum Detox Album gab es von Dre leider keine Infos und somit müssen die Fans weiterhin warten und hoffen, dass sein langerwartetes Album noch in diesem Jahr erscheint, was aber ziemlich unwahrscheinlich ist!

Quelle

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