Haftschaden: Die kaputte Psyche nach dem Knast

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Dauerhafte Gesamtveränderung der Psyche

Dauerhafte Gesamtveränderung der Psyche

Ein Versuch den Haftschaden zu erklären ist, dass es sich dabei um einen Schutzmechanismus der menschlichen Psyche handelt. Der Häftling wird aus seiner gewohnten Umgebung herausgerissen und betritt eine ganz neue Welt.

In dieser Realität gelten ganz andere Regeln, als in der „Welt da draußen“. Der Häftling muss sich auch mit dem Gedanken anfreunden, dass diese Realität kein kurzer Ausflug ist.

Je nach Haftlänge kann der Knast für viele Jahre zur „gewohnten Umgebung“ werden. Um sich selbst zu schützen, verändert sich die Psyche insgesamt.

Sie nimmt die neue Umgebung an, versucht sich anzupassen und den Knast als „normal“ zu betrachten. So werden die Regeln einer vorübergehenden Haft zur „Normalität“ für den Rest des Lebens.

Die Anpassung der Psyche geht oft mit der Veränderung der Persönlichkeit einher. So berichten Freunde und Verwandte von Ex-Häftlingen, dass der Knast sie zu einem anderen Menschen gemacht hat.

Das ist wohl die größte Auswirkung des „Haftschadens“. Gleichzeitig wird sie vom Ex-Insassen selbst nicht so deutlich wahrgenommen, wie von anderen. Denn er sieht auch sich selbst mit neuen Augen.

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