Scott Storch: Vermögen und Karriere auf Achterbahn-Fahrt

Scott Storch brannte sein Vermögen in einem drogengetriebenen Fegefeuer nieder und erleuchtete damit für eine kurze Zeit die ganze Welt des Showbusiness. Doch Storch ist viel mehr als ein verrückter Partylöwe.

In diesem Post erzählen wir euch alles über die Legende des „Piano Man“. In der internationalen Hip-Hop Szene gibt es schließlich kaum einen bekannteren Produzenten, der selbst kein Rapper ist.

Der unscheinbare weiße Junge, der es geschafft hat, ein Vermögen von fast 100 Millionen Dollar anzuhäufen und 30 Millionen in einem halben Jahr zu verfeuern ist selbst einen Hollywood Film wert!

Scott Storch: Die Jungen Jahre

Scott Storch ist 1973 auf Long Island, New York geboren. Er ist eines von drei Kindern einer jüdischen Familie, die nicht vorhat, lange in New York zu bleiben.

Scott Storch wächst in Florida und in Philly auf. Scott kommt früh mit der Musik in Berührung, denn seine Mutter ist selbst Musikerin.

Unter dem Namen Joyce Carol macht sie eine Karriere als Sängerin. Storchs Onkel gründet währenddessen eine Soul-Rock Band. Umgeben von Musikern, versucht sich auch Scott an Instrumenten.

Den großen Anstoß dazu gibt ihm sein zwei Jahre älterer Bruder. Sie fangen an Heavy Metal zu spielen, dann Alternative Rock. Doch Scott Storch bleibt beim Piano.

Das Instrument sagt ihm zu und er fängt an täglich daran zu üben. Zuerst spielt er einfache Melodien, später auch Stücke, die von jeder Hand in unterschiedlicher Geschwindigkeit gespielt werden müssen. Alles könnte nicht besser sein, doch das Leben läuft nicht so, wie er es gerne hätte.

Statt Schule nur Musik

Als Scott 10 Jahre alt ist, trennen sich seine Eltern. Wie sich die Scheidung auf ihn ausgewirkt hat ist unklar. Was jedoch Jahre später deutlich wird, ist, dass Scott die Schule nicht besonders gut leiden kann.

Er zieht von zuhause aus und lebt eigenständig in Philadelphia. Unterricht langweilt ihn, also geht er nicht hin. Als er in der 9. Klasse ist, fliegt er von der Schule.

Daraufhin schmeißt ihn seine Mutter von Zuhause raus – da ist Scott Storch gerade mal 16 Jahre jung. Er zieht zu seinem Vater nach New Jersey und widmet sich immer stärker der Musik.

Die nächsten zwei Jahre verbringt er zusammen mit seinem Dad, doch dann folgt schon der nächste Umbruch.

Scott Storch: Erste Musikerfolge

Scott Stroch bei The Roots

Es dauert nicht lange, bis Scott bei „The Roots“ als Keyboarder einsteigt. Mit 18 Jahren ist er bereits Teil der legendären Hip-Hop Gruppe und feiert mit ihnen 1991 die ersten musikalischen Erfolge.

Den ersten kommerziellen Einschlag liefert er mit der Produktion von „You Got Me“ von The Roots feat. Erykah Badu und Eve. Manchen von euch werden diesen Track noch kennen.

Bis zu seinem nächsten großen kommerziellen Erfolg dauert es dann zwar eine Weile, aber es wird NIEMANDEN unter euch geben, der diese Melodie nicht erkennt.

Kein geringerer als Dr.Dre wirft ein Auge auf Storch und holt ihn zu sich ins Boot. Was dabei schon 1999 entsteht ist „Still D.R.E.“!

Das soll der Beginn einer steilen Karriere werden. Scott Storch produziert Hits über Hits. Dieser jüdische Junge in der Szene Anfang 2000er ist das größte weiße Genie, das Hip-Hop seit Eminem erlebt hat – und verrückterweise genießt auch er die Ehre, vom Guten Doktor entdeckt worden zu sein.

Der Höhenflug beginnt

Nach „Still D.R.E.“ gewinnt Scott Storch zunehmend an Bekanntheit. Weitere Produktionen lassen nicht auf sich warten. Scott trägt maßgeblich zum Erfolg von 50 Cent und später auch G-Unit bei.

Er arbeitet mit Chris Brown, Mario, Beyoncé, Justin Timberlake, produziert einen Mega-Hit nach dem anderen. Der Erfolg der Songs bringt natürlich auch die Finanzen zum fließen und Scott Storch Vermögen wächst rasant.

Innerhalb von 5 Jahren schafft er es sich der 100 Millionen Marke zu nähern und ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Warum denn auch, wenn nahezu alles, was er anfasst zu Gold wird.

Den größten Erfolg feiert er schon 2004, als der Track „Lean Back“ von Fat Joe und Terror Squad zu einem echten Charts-Brecher aufsteigt. Bei den Grammys 2005 schnappt Scott Storch dann auch noch den heiß begehrten Preis DJ Danger Mouse weg.

Dabei hätte jeder, der an diesem Tag wetten müsste wahrscheinlich auf Danger Mouse gesetzt. Das ist jedoch noch nicht der absolute Peak.

Scott Storch ist der Mann für die feine Melodie: Piano, Keyboard, Saiten. Wenn du Anfang der 2000er diese Instrumente in einem Super-Hit hörst, dann kannst du fast schon davon ausgehen, dass Scott Storch seine Finger an den Tasten hatte.

In der Industrie gönnt ihm nicht jeder den Erfolg. Viele äußern sich abfällig über den neuen Star im Musik Business.

Am prominentesten ist in diesem Zusammenhang der „Beef“ zwischen Timbaland und Storch. In seinem Song mit Nelly Furtado und Justin Timberlake „Give It To Me“ bezeichnet Timbaland Scott Storch als „piano man“.

Die Strophe aus „Give It To Me“:

„When Timbo is in the party, everybody put up their hands
I get a half a mil for my beats. You get a couple gra-a-a-and
Never gon‘ see the day that I ain’t got the upper hand
I’m respected from Californ-I-A, way down to Japan
I’m a real producer and you just a piano man
Your song gonna top the charts. I heard em, I’m not a fa-a-a-an“

 

„Wenn Timbo Party macht, heben alle die Hände hoch,
Ich krieg‘ eine halbe Million für meine Beats, du ein paar Tausend,
Du wirst nie den Tag erleben, an dem ich nicht die Oberhand habe,
Ich werde von Kalifornien bis nach Japan respektiert,
Ich bin ein echter Producer, du nur der Piano Mann,
Dein Song wird die Charts anführen, ich hab sie gehört, bin kein Fan“

Dieser subtile Angriff macht schnell die Runde und Scott Storch ist nicht bereit, das auf sich sitzen zu lassen. Also schnappt er sich NOX und schreibt den Disstrack „Built Like That“ gegen Timbaland.

Darin wirft er ihm unter anderem vor, er sei auf Steroiden. Im Prinzip ist „Built Like That“ der einzige Track auf dem wir Scott Storch tatsächlich rappen hören.

Scott Storch Vermögen: 100 Millionen Dollar gehen in Flammen auf

Der Erfolg seiner Produktionen ließ das Konto von Scott Storch schnell dicker werden. In den nächsten 5-6 Jahren, nachdem er angefangen hat für Dr. Dre und weitere große Künstler zu produzieren, häufte er beinahe 100 Millionen Dollar an.

Doch leider fand hier auch der Umbruch statt und von 2006 an ging es für Scott Storch rapide abwärts. Seine damaligen Freunde haben ihm den Lifestyle von Drogen und Party nähergebracht.

Das führte zu dem ersten großen Aussetzer, als Scott sich im August 2006 „einen Monat Auszeit“ nahm, um richtig hart Party zu machen. Bei Weed und Alkohol ist es auf diesen Parties leider nicht geblieben.

Nach den ersten Versuchen wurde Kokain zu dem ständigen Begleiter des Produzenten. Vor allem, als Scott Storch nach Hollywood ging, wurde er vollends in die Fänge von Party auf Kokain gezogen. Leider müssen viele Menschen erst am eigenen Leib erfahren, was für eine Höllendroge Kokain ist und wie gefährlich es ist, dieser zu verfallen.

Für Scott Storch fängt eine sehr verrückte Phase an. In dieser Zeit verprasst er sein Geld wie ein Weltmeister.

In Interviews erzählt er, dass es Tage gab, an denen er es für eine schlaue Idee hielt, in ein Luxus-Autohaus zu gehen und gleich 5 Sportwagen zu kaufen. Egal ob Ferraris, Bentleys, oder Lamborghinis. Hauptsache prunkhaft und teuer.

Die spontanen Shoppingtouren breiteten sich auch auf Häuser aus. Die Mega-Villa, in der Storch gewohnt hat, kostete schon über 10 Millionen Dollar, doch das war ihm nicht genug. Es kamen weitere Cribs hinzu.

Alleine bis 2007, also in etwas mehr als einem Jahr hat Storch über 30 Millionen Dollar seines Vermögens verballert. In einem Interview bringt Storch sein Lifestyle von damals auf den Punkt:

„Ich bin mit dem Privatjet geflogen, für 100.000 Dollar, 200.000 Dollar in eine Richtung, völlig egal […] Ich lebte den Lifestyle eines Milliardärs, während ich ein Millionär war“.

Scott hatte zu keiner Zeit den Eindruck, dass er etwas falsch macht, oder dass er zu viel Geld ausgibt, zu schnell Geld ausgibt. Schuld daran war nicht zuletzt Kokain und falsche Freunde, die ihn nicht darauf hingewiesen haben, als er sich wie ein Superman benommen hat, obwohl er nur Scott Storch war.

Es ging sogar so weit, dass Scott einen Bentley 2006 geleast hat und einfach jahrelang vergessen hat zurückzugeben. Daraufhin wurde er auf Diebstahl verklagt und 2009 richtig Probleme deswegen gehabt.

Doch als es soweit war, waren seine Probleme schon viel größer als ein Strafverfahren. Er vergaß Unterhaltszahlungen zu begleichen und wurde von Inkassobriefen überhäuft.

Er hat auch vergessen Steuern zu zahlen und auch da stand der Staat bei ihm auf der Matte. In den USA kommt man wegen Steuerschulden schneller in den Knast, als einem lieb wäre.

Da ist Storch auch langsam der Arsch auf Grundeis gegangen. Es war 2009 tatsächlich auch soweit, dass der Produzent erkannte, wie tief die Probleme sind, in denen er steckt.

In einem Interview im April 2009 zeigte Scott Storch Einsicht und Reue:

Ich habe mich gehen lassen. Ich fing an mit Drogen und muss mich von dem ganzen nun erholen. Das Leben das ich gelebt habe – ich lebte auf der Überholspur, ich konnte machen was ich wollte, überall hingehen wohin ich nur hingehen wollte – das ließ mich die Realität verlieren. Ich muss nun zu den Anfängen zurückkehren, in die Hit-Fabrik, wo ich jede Menge meiner Hits produziert habe“

Er wollte wieder produzieren, wieder das machen, was ihm schon sein Leben lang die größte Freude bereitet hat. Doch dazu musste Scott erst einmal clean werden.

Und das ist natürlich kein einfacher Weg – wer einen Entzug erlebt hat, weiß was das heißt. Storch startete im Laufe des Jahres eine Therapie und reichte im Mai des Jahres einen Insolvenzantrag ein – so schlimm stand es nämlich bereits um seine Finanzen.

So startete er in diesem Jahr auch die Reality Show „High On Life“ mit seiner Wenigkeit als Hauptperson.

Damit sollte wieder ein wenig Cash in die Kasse gespült werden, aber auch die Therapie nach dem Entzug unterstützen. Clean in aller Öffentlichkeit war das Motto.

31.05.10: Ein Jahr nach der Therapie

Das ist der Originalartikel, den HipHopHolic an diesem Datum veröffentlicht hat:

Es ist lange kein Geheimnis mehr, dass Superproduzent Scott Storch früher mit heftigen Drogenproblemen zu kämpfen hatte und sogar 30 Millionen Dollar für Kokain, Autos und Häuser verprasst hat (wir berichteten darüber vor einem Jahr).

Mittlerweile hat Storch sein Problem weitgehend in den Griff bekommen, nachdem er sich Hilfe in einer Rehabilitationsklinik besorgt hat, um seine Sucht zu bekämpfen.

Neulich sprach der Produzent mit DJ Skee TV über seine Musik und über seine Sucht, die ihn seinen Angaben nach, nicht von der Arbeit abgehalten hat:

Ich habe keinen bestimmten Musikstil. In manchen Zeiten mochte ich den arabischen Stil, dann wechselte ich wieder, aber es gab nie eine bestimmte Richtung, die typisch für meine Produktionen war.

Es ist wirklich schwer zu sagen ‚Oh, das ist ein Scott Storch Beat.‘ Somit kann ich in keine Schublade gesteckt werden, da ich immer etwas Neues ausprobiere. Ich habe aber nie aufgehört mit der Produktion von Musik.

Ich bin im Privatleben abgestürzt und musste mich wiederaufbauen, aber nicht in der Musik. Die meisten sagen, dass ein Champion kein echter Champion ist, bis er nicht auf die Schnauze fällt.

Lasst die Finger von Kokain. Spart euer Geld.“

Hoffentlich lässt er in Zukunft selbst die Finger von Drogen und konzentriert sich weiterhin auf seine unvergleichlichen Produktionen, die in der Hip-Hop Szene ihresgleichen suchen. Vor einigen Wochen wurde übrigens bekannt, dass Scott Storch die neue Dr. Dre Single „Under Pressure“ featuring Jay-Z produziert hat, die aber erst im Sommer erscheinen wird.

2012: Scott Storch ist wieder auf Drogen

Clean zu werden ist nur die halbe Arbeit. Clean zu bleiben ist die große Herausforderung. Das gelingt nicht allen und da war Scott auch keine Ausnahme.

Er benimmt sich wieder seltsam. Er weigert sich eine Hotelrechnung zu bezahlen und das Management ruft die Polizei. Scott Storch wird daraufhin festgenommen.

Es kommt jedoch dabei raus, dass der Produzent Kokain bei sich hatte und gerade deswegen vor Ort verhaftet wurde. Er kommt auf Kaution raus und die Summe ist mit 5,000k Dollar angegeben, was wohl 5 Millionen bedeuten sollte.

Nun steht fest, dass Stroch wieder rückfällig geworden ist und sich deswegen seine kreative Flaute andauert. Nach 2012 scheint der Star-Producer in ein tiefes Loch zu fallen und wir hören für die nächsten zwei Jahre überhaupt nichts mehr von ihm.

2015: Zweite Insolvenz und die Rückkehr

Die Jahre 2012 bis 2015 sind für Scott Storch eine sehr dunkle Zeit, in der er offenbar komplett den Anschluss an das Musikbusiness verliert und keine neuen Songs mehr produziert. TMZ schafft es irgendwie die Information auszugraben, dass Storch 2014 lediglich $10.000 verdient hätte.

Damit kann er unmöglich seine angehäuften Schulden zurückzahlen und so meldet er im Juni 2015 abermals eine Insolvenz auch. Auch diesmal bringt TMZ in Erfahrung, dass das gesamte Vermögen des Produzenten gerade mal mit $3.600 beziffert werden kann.

Dabei setzt sich die Summe aus seiner Uhr für $3.000, seinen Klamotten für $500 und lächerlichen $100 in der Tasche. Damit ist Scott Storch wohl finanziell am tiefsten Punkt in seiner Karriere angelangt.

Einst ein Vermögen von $100.000.000 in Besitz und nun nur noch $100 in der Tasche. Seine Produktionsfirmen sind völlig pleite und bekommen eine Null-Bewertung.

In einem Interview zieht Storch einen interessanten Vergleich. Der Produzent meint, dass viele Leute hoch fliegen und tief fallen, bis sie am Boden aufschlagen. Er selbst hingegen ist so hart aufgeschlagen, dass er den Boden und einige Schichten drunter durchgeschlagen hat.

Storch ging den Weg von einem Jungen, der nichts hat, zu einem der genialsten Künstler im Musikbiz und komplett wieder zurück. Niemand möchte nachvollziehen müssen, wie sich so eine emotionale und psychische Belastung anfühlt.

Eine Zeit lang klammert sich Storch noch an die Hoffnung, er könnte die drohende Insolvenz doch noch kippen. Im Laufe von 2015 produziert er Tracks für Chris Brown, Rick Ross und Tyga.

Sollten die Songs zu großen Hits werden, könnten sie jede Menge Cash in die Kasse von Storch spülen und ihn damit eventuell vor der Insolvenz retten. Die Hoffnung liegt auf August, den Monat in dem die Tracks erscheinen sollen. Doch die Hoffnung von Scott Storch wird leider nicht in Erfüllung gehen. Im August ist seine Insolvenz dann offiziell.

Allerdings zeichnet dieser Schicksalsschlag auch den Umbruchpunkt in der Karriere des Produzenten. Scott Storch geht in sich und offenbar verändert sich etwas in ihm grundlegend.

Im November 2015 entschuldigt er sich in einem Interview sogar öffentlich bei Dr. Dre.

Hier ist unser Originalbeitrag vom 23.11.2015:

Der einstige Mega-Producer Scott Storch durchlebte einen schlagartigen Abstieg, der seinesgleichen sucht. Eine Sache bereut er extrem: Die Beziehung zu Dr. Dre verbockt zu haben!

Der aus Miami stammende Produzent gesteht sich ein, Fehler in der Vergangenheit im Umgang mit dem Doc begangen zu haben:

„Ich bereue es wie ich damals Dr. Dre behandelt habe und das obwohl er mir die Türen geöffnet hat in diese Welt. Ich kenne die Fehler und ich muss sagen, dass es voll und ganz wegen den Drogen passiert ist.“

Storch hofft, dass Dr. Dre ihm verzeihen und noch eine Chance geben könnte:

„Ich hoffe, dass wir in Zukunft wieder zusammenarbeiten können. Hoffentlich akzeptiert er meine Entschuldigung und nimmt mich mit offenen Armen auf…„

Storchs neuer Weg nach Oben

Offenbar hatte Scott Storch 2014-2015 ein Schlüsselerlebnis, nach dem es einfach „Klick“ gemacht hat. Ob es seine Insolvenz war, das verlorene Vermögen, die Einsicht, dass er nur von falschen Freunden umgeben war, oder etwas anderes – das wird nur er selbst wissen.

Fakt ist, dass es ab 2015 für ihn wieder steil aufwärts geht. Auch wenn alle mitbekommen haben wie Scott Storch sein Vermögen im Drogenrausch verbrannte, ist doch jedem bewusst, wie viel Genie in diesem Mann steckt.

Auch Eminem hatte mit Drogenproblemen zu kämpfen. Und auch er ist nun zurück und reisst mit über 40 Jahren einen Rekord nach dem anderen nieder.

So ist Scott Storch nach wie vor in der Industrie gefragt, vor allem, jetzt, wo er nüchtern ist. 2015 produziert er offiziell 2 Songs, und auch 2016 kommen 2 weitere zu seinem Portfolio dazu.

Den Track „All Eyez“ von Jeremih und The Game promotet der Letztere aktiv über sein monströses Instagram Account. Spätestens ab dem Tag ist jedem klar, dass Scott Storch wieder im Spiel ist.

Das äußert sich dann in den Zahlen des nächsten Jahres, als Storch plötzlich ganze 9 Tracks rausballert und damit einen persönlichen Rekord in seiner Karriere aufstellt.

Scott Storch Anzahl der Veröffentlichungen von 1999 bis 2018

Und in diesem Jahr, 2018 hat er schon 6 Track rausgeschossen, wobei das Jahr noch 2 Monate hat, in denen er weitere Stücke liefern könnte. Einer von diesen Tracks betrifft dann auch die Deutschrap-Szene…

Kollegah holt sich Scott Storch für den Track „Löwe“

In den vorigen Jahren hat Kollegah seine Karriere und das Business drum herum massiv ausgebaut. Er hat sein eigenes Label Alpha Music gegründet.

Er hat der Industrie gezeigt, dass er ein Schwergewicht ist, dessen Fähigkeit weit über die eines Gangster-Rappers hinaus gehen. Kollegah setzt im Deutschrap immer neue Superlative und setzt die Messlatte für alle anderen Rapper immer höher.

Diese Entwicklung kann man nur positiv sehen, das sich damit das Deutschrap an sich weiterentwickelt und zur Evolution gedrängt wird. Nun setzt Kollegah mit dem Track „Löwe“ ein deutliches Zeichen.

Er rammt die Fahne in den Grund und erklärt durch die Zusammenarbeit mit Scott Storch, dass Deutschrap auf internationalem Level angekommen ist. Der Mann, der einst für Dr. Dre produziert hat, produziert jetzt für einen Deutschrapper.

Der Track ist dementsprechend episch geworden, was sich daran zeigt, dass die Fans ihm über eine Million Aufrufen in nur einer Woche schenken und das Like/Disslike Verhältnis bei 40:1 liegt.

Fazit und Doku

Das sind positive Nachrichten für Scott Storch, für Kollegah und für Deutschrap. Wir können schon gespannt sein, wie sich die Karriere des Superproduzenten weiterentwickelt! Auf jeden Fall wünschen wir Scott Storch viel Erfolg!

Zum Schluss kriegt ihr noch einen kleinen Bonus. Vevo hat nämlich über Scott Storch eine kleine, 20-minütige Doku gedreht – „Still Storch“

Darin gibt er viele Einblicke in seine Karriere, wie er seine eigenen Fehler sieht und wie seine Pläne für die Zukunft ausschauen. Das sind die besten 20 Minuten, die man investieren kann, wenn man Storch auch nur ein wenig feiert. Gebt euch „Still Storch“:

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