Xatar – 415 (Review)

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Was mag nur in den Köpfen derer vorgehen, die den Namen Xatar noch niemals zuvor gelesen bzw. gehört haben?

Ein stämmiger Kerl, der – Gefängnisaufenhtalt sei Dank – authentischer wirkt, als viele seiner Kollegen. Kann das als Rapper funktionieren, ohne automatisch an andere Beispiele, wie Massiv beispielsweise, in den Köpfen der Hörer aufzurufen? Wieder einer derer, der mehr über den Beat stolpert, denn fliegt und Musik mehr dem ‚coolen‘ Ansehen halber macht und weniger der in sich herrschenden Leidenschaft für Silben, Reime und die Sprache an sich? Gedanken, die alles andere als abwegig wirken und teils sogar verständlich und nachvollziehbar wirken, angesichts des vorherrschenden Rufs von deutschem Straßenrap bzw. Gangsterrap, um dem Ganzen die Krone aufzusetzen.

Beginnen wir, ganz untypisch, mit den negativen Seiten von „415“. Da wäre zum einen die etwas drucklose Stimme des Künstlers (eingeschränkte Aufnahmemöglichkeiten sind hierfür keine Ausrede), zum anderen die Tatsache, dass es Xatar schlicht an dem ganz besonderen Etwas fehlt, das ihn unverkennbar macht. Sicher, er rappt mit teils durchwachsenem Flow noch immer besser, als die schlimmsten Befürchtungen und Erfahrungen, aber das wirklich Zwingende in seiner Vortragsweise fehlt schlicht und einfach. Auch im Hinblick auf die abgedeckten Themen herrscht geradezu gähnende Leere. Das immer gleiche Grundthema um Geld, Kriminalität und oberflächlichen Lebensweisheiten langweilt auf Dauer und gipfelt in einem äußerst fragwürdigen Track namens „Interpol.com“, den man nur als misslungene Promoaktion umschreiben kann und an kindliches Prahlen vor Freunden erinnert.

Für das Album sprechen vor allem die Features von Haftbefehl und Nate57. Besonders „Meine Welt“ mit dem Rattos Locos-Signing ist eine kleine Offenbarung und der mit Abstand besten Tracks des Albums, was auch am einnehmenden Instrumental liegt, womit gleich der zweite Pluspunkt Erwähnung findet. Erwartet man im Vorfeld mitunter überladene Synthie-Beats, die vom Rap ablenken sollen, entpuppen sich die Instrumentale als teils sehr schöne Adaptionen von US-amerikanischen Schöpfungen der Ost- bzw. Westküste. Stellenweise übernehmen die Beats gar die Hauptrolle und lassen Xatar nur den Platz in der zweiten Reihe, wie auf „Knast oder Kugel“.
Auch die Aufmachung der CD kann sich durchaus sehen lassen und weiß mit zahlreichen, offensichtlich originalen Ausschnitten aus Dokumenten und Papieren sehr zu gefallen und hebt sich angenehm von 0815-Bildern ab. Zwar kann dieser Umstand alleine das Ruder nicht rum reißen, den Gesamteindruck letztlich aber etwas angenehmer stimmen, der andernfalls doch etwas arg einseitig ausgefallen wäre, so noch auf halben Wege ausgeglichen daher kommt. Freilich ohne über eindeutige Negativaspekte hinwegzusehen.

„415“ ist ein oberflächliches Album, das bestenfalls für den Moment erdacht ist. Die Leistung von Xatar ist ordentlich, wird allerdings nicht selten von den sehr guten Instrumentals überschattet und wenn dies nicht der Fall ist, fallen einem direkt unseriöse Textfragmente ins Ohr (Bsp.: Kool Savas-Seitenhieb auf „Beifall“). Wer keinen Wert auf Inhalt legt und die pure Unterhaltung sucht, bekommt hier ein durchschnittliches Album auf überdurchschnittlichen Beats geliefert, das nicht im Entferntesten an die Entwürfe eines Haftbefehls heran reicht, für ein, zwei Durchläufe jedoch immer noch geeignet ist. Absolut kein Muss und höchstens für Fans interessant.

10 Kommentare

  1. Ich sehe diese Seite zwar das erste mal, aber ihr solltet echt mal dran denken den zu feuern der diesen Bericht verfasst hat. Der hat nämlich keine Ahnung von Deutsch Rap.

  2. Haftii kann garnixx wie kann man den bloß hören und xatar ist auch nixht meinfall bin eher nate oda motrip

  3. Was denkst du dir du Piko aller? Geh weiter Sido hörn du Muschi.
    Das Album ist mega fett, kann man nix sagen!

  4. Hero-of Zero on

    Xatar ist der beste und realste rapper aller zeiten interpol.com ist kein promo track sondern ein track der zeigt was der rapper erlebt hat !! kein anderer rapper in deutschland hat es so weit gebracht !!!
    und der bassstard der diese verfickte review geschrieben hat hat keine ahnung vom leben

  5. Keine Ahnung on

    Man, man, man..
    Der, der diesen Bericht geschrieben hat, gehört gefeuert, bzw. geschlagen. Was ist daran ein 415 Review? Nimmt euch ein Beispiel an das von 16Bars.. Von denen könnt ihr eine Menge lernen, ihr wannabe Hip Hop Plattform..
    Bin selber ein Haft Fan, aber bei diesem Satz musste ich sowas von lachen: „Wer keinen Wert auf Inhalt legt und die pure Unterhaltung sucht, bekommt hier ein durchschnittliches Album auf überdurchschnittlichen Beats geliefert, das nicht im Entferntesten an die Entwürfe eines Haftbefehls heran reicht“ Loooool :‘)

    „Da wäre zum einen die etwas drucklose Stimme des Künstlers (eingeschränkte Aufnahmemöglichkeiten sind hierfür keine Ausrede)“

    Oh man, ihr macht euch sowas von zum Affen. Lasst es, lasst es wirklich. Mit solchen, nennen wir sie mal, „Reviews“ kommt ihr nicht weit. Da wird gar nicht auf das Album eingegangen.. Ihr erwähnt ein paar Titel und behauptet, wie schlecht die seien… Tolles Review, wirklich. Wie lang habt ihr gebracht? 45 Minuten?

  6. Was soll das sein? on

    Also ich bin nach dem Album, richtiger Xatar Fan geworden, was da oben steht ist eine lüge! Xatar hat einen ganz eigenen Rapstil, den niemand in Deutschland besitzt! Und er flowt perfekt auf den Beats. Was ist das hier für eine Seite? Unseriös.

  7. Ist das euer Ernst ? Der Verfasser dieses Textes gehört gefeuert, so welche Affen sollte man keine Reviews schreiben lassen, wenn man seriös wirken will.

  8. eine sache stimmt: überdurchschnittliche beats…ansonsten finde ich es schade das man hier wahrscheinlich „das werk eines verbrechers“ nicht gut heißen möchte bzw runterredet..xatar hat einige sehr nachdenkliche tracks auf dem album und ich möchte behaupten das ein ganzer teil des albums sogar absolut massentauglich ist! Die „Banger“ die auf der scheibe sind und dinge wie geld, frauen und luxuriösen lebensstil thematisieren, heben sich zum einen durch die extrem musikalischen instrumentals zum anderen durch eine wortwahl die (teilweise) fernab von der standartisierten fekalsprache die im deutschen rap herrscht vom rest der szene ab, sodass gerade auch leute die nicht viel mit deutschem ganstarap zu tun haben sehr positiv überrascht sein dürfen! Desweiteren ist es unseriös als redaktion einen track als „den besten“ zu betiteln, da das nunmal beim geschmack jedes einzelnen liegt. Weiterhin möchte ich erwähnen das xatar seit dem tag an dem der erste track von ihm im internet aufgetaucht ist eine absolut unverkennbare art zu rappen/flown besitzt…Es stimmt das teilweise das letzte bischen druck in der stimmt fehlt, was jedoch anders als hier beschrieben, absolut den aufnahmeverhälnissen zuzuschreiben ist! Jeder der sich mit der musik xatars bereits vor erscheinen von 415 auseinandergesetzt hat und produktionen kennt in denen xatar im studio aufnehmen konnte, weiß welchen druck dieser mann normaler weise durch seine stimme erzeugen kann. Obwohl aon hausproduzent maestro eine tontechnische meisterleistung hingelegt hat, kann man doch noch die letzten reste eines halls hören (deutlich erkannbar in featuretracks). Sehr sehr schade das hier nicht objektiv bewertet wurde bzw. sich schlicht und ergreifend zu wenig mit dem album beschäftigt wurde… Ich sage: Ein muss für Gangstarapfans und ein sehr interesannte cd für solche die gelangweilt oder genervt vom typisch deutschen rapsound sind. Ich finde es immer komisch das millionen von leuten filme wie oceans 11/12/13 im kino anschauen und absolute sympathie für die Hauptrollen übernehmen können…Wenn aber nun plötzlich jemand geschichten erzählt die nicht aus der feder eines Hollywoodregisseurs stammen kann man das nich gut heißen? Es geht hier um die Musik wie bei Ocean´s ums bild..Die Story bildet einfach den füllenden kern des produkts. Seht seine cd als entertainment an nich unbedingt als vorlage..Natürlich kann nich verhindert werden das sich dadurch vielleicht nachahmer bilden, aber im ernst leute, glaubt ihr das sich nich sogar manche ärtzesöhne die crew von daniel ocean zum vorbild genommen haben? Und wenn man nun mal von dem coup redet, der neben seiner musik immer noch sehr präsent in den köpfen aller xatar-kenner ist..so hat er es geschafft eine hohe summe geld oder gold zu entwenden ohne jemandem körperlich zu schaden, womit er somit absolute rücksicht auf das wohl der gesellschaft genommen hat, und nur die beklauten zu opfern werden (wieder möchte ich auf Oceans verweisen). Ich als fast täglicher hiphopholic leser bin extrem enttäuscht von diesem review und werde fortan alle informationen aus anderen plattformen beziehen, da ich gemerkt habe wie stark die Journalisten auf dieser seite ihre persönliche meinung mit einfließen lassen und somit nichtmehr objektiv bewerten. schämt euch was! geht musik kaufen!!!

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