Bushido und Berlins Bürgermeister im Gespräch - hiphopholic.de

Bushido und Berlins Bürgermeister im Gespräch

In einer Stern-TV Reportage treffen sich der Berliner Rapper Bushido und Heinz Buschkowsky, SPD-Bürgermeister von Berlin-Neukölln, um über Migration und andere Kleinigkeiten zu sprechen.
Hier gibt es das Interview:

Stern.TV: Multikulti ist ausgeträumt, Integration ein ungelöstes Problem. Herr Buschkowsky, Bushido, was tun?

Bushido: Was ist denn Integration? Wenn die Mehrheit der Deutschen zufrieden ist? Wenn es keine ausländischen Straftäter mehr gibt? Wenn keiner mehr auffällt? Wenn ich pünktlich um elf Uhr ins Rathaus Neukölln zu Ihnen komme? Das mal vorweg: Sie sind ’ne coole Sau, Herr Buschkowsky, nur darum bin ich hier.

Buschkowsky: Bei der Wahl zum coolsten Berliner 2008 haben Sie mich knapp geschlagen.

Bushido: Trotzdem wird man mich immer blöde angucken.

Buschkowsky: Ist doch Quatsch! Wenn jemand in ein fremdes Land geht und sich an die Spielregeln hält, dann ist das Integration. Dafür muss sich keiner die Haare blondieren und blaue Kontaktlinsen tragen. Man guckt doch nur die Leute blöd an, die sich nicht an die Regeln halten.

Bushido: Ich bin dunkel, unrasiert und tätowiert – da bin ich sofort in der Schublade. Man sieht mir doch nicht an, dass ich perfekt Deutsch kann, dass ich am Gymnasium Deutsch sogar als Leistungskurs hatte. Für viele sehe ich genauso aus wie der Asi, der nicht mal Bock hat, regelmäßig zum Jobcenter zu gehen.

Buschkowsky: Wenn ich mich drei, vier Tage nicht rasiere, dann werde ich doch auch angeguckt.

Bushido: Aber Sie sind hier zu Hause. Sie dürfen das.

Buschkowsky: Die anderen sind hier doch auch zu Hause – der türkische Änderungsschneider, der libanesische Gemüsehändler.

Bushido: Ach so? Wenn sie nicht in der Spur bleiben, müssen sie sich anhören: Geh doch zurück in dein Land! So läuft das doch.

Stern.TV: Wer bestimmt denn die Regeln in Vierteln wie Neukölln-Nord, wo mehr als 50 Prozent der Menschen einen Migrationshintergrund haben?

Bushido: Guter Punkt! Da macht jeder sein Ding. Da gilt doch nicht mal die Straßenverkehrsordnung.

Buschkowsky: Stimmt. Es gibt Leute, die fahren deshalb nicht mehr mit dem Auto durch Neukölln- Nord. Man trifft dort schon auch auf Subkulturen, in denen mitteleuropäische Umgangsformen einfach nicht mehr gelten – kraft Mehrheit. Um die Sonnenallee macht auch manch Araber mit Abi einen Bogen drum.

Bushido: Nur darf man sich dann nicht wundern, wenn die anderen bestimmen, woher der Wind weht. Da hilft es auch nicht, wenn mal jemand von draußen reinruft: Hey, das ist unser Land, ihr müsst euch an unsere Regeln halten!
Buschkowsky: Aber, Bushido, wir sind immer noch in Mitteleuropa! Und da stellt sich die Frage, wie wir verhindern, dass sich diese Subkultur weiter ausbreitet.

Stern.TV: Und wie?

Bushido: Darwin sagt: Der Stärkere setzt sich durch. Warum sollte der sich einordnen? Welche sozialen Anreize willst du einem Typen geben, der genau weiß, er macht da draußen locker 300 Euro am Tag – und kann dabei bis nachmittags schlafen.

Buschkowsky: Bloß, woher sind denn die 300 Euro? Aus kriminellen Geschäften!

Bushido: Na, sicher nicht vom Jobcenter. Die macht der mit geklauten Autoradios, Drogen oder gefälschten Monatsmarken. Warum soll der eine Scheißlehre machen für ein paar Euro, wenn er den Scheißjob doch nicht kriegt!

Buschkowsky: Weil er sich sonst seine Zukunft versaut.

Bushido: Diese Kids haben völlig andere Vorstellungen vom Leben. Auch wenn sich das doof anhört: Wir wollten mit 14, 15 vor allem so cool sein wie Jean-Claude van Damme, der anderen Typen die Zähne rausschlägt.

Buschkowsky: War doch bei uns nicht anders. Nur unsere Helden hießen Akim, Tarzan oder Jerry Cotton. Das hat alles nichts mit Migration zu tun. Es gab auch zu meiner Zeit schon Schläger und Schulschwänzer. Aber heute sind die in bestimmten Vierteln nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel. Die Justiz beschreibt das Risiko, Intensivtäter zu werden, doch nicht zufällig mit den Worten: jung, männlich, Migrant.

Bushido: Ich bin jetzt 30 und staune oft selbst über die Geschichten, die mir 18-Jährige erzählen. Und dabei dachte ich, ich war schon krass.

Wer Interesse für das ganze Interview zeigt, der kann es HIER nachlesen.

Quelle




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