Bone Thugs-N-Harmony – „The Untold Story“ (Review)

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The Untold Story

Man kennt das mittlerweile nur allzu gut. Bevor das eigentliche Album veröffentlicht wird und um seinen Namen dennoch in den Gedächtnissen der Menge zu behalten, wird gerne einmal eine Sammlung alter oder unveröffentlichter Tracks veröffentlicht. Das soll vor allem die hartgesottenen Fans locken, die nicht genug bekommen können und für jeden zusätzlichen Blick in die Welt der Künstler dankbar sind. Nun erscheint mit „The Untold Story“ in kürze eine ebensolche Veröffentlichung für alle Bone Thugs-N-Harmony Freunde. Eine DVD umfassend, die Einblick in die Anfänge der beeindruckend gestarteten Karrieren der noch jungen Mitglieder gibt. Sowie eine CD mit unveröffentlichten und exklusiven Stücken.

Ganze sechzehn Tracks fanden sich so zusammen und versprechen dank namhafter Gastauftritte von unter anderem Mariah Carey, Kanye West, Will.I.Am und Kelly Rowland. Da möchte man fast schon ausblenden, dass es sich hier nicht um das für 2010 datierte, ‚richtige‘ Album „Uni5“ handelt, so eindrucksvoll erklingt die Tracklist. Namen alleine machen jedoch noch längst nicht gute Musik aus und so kommt man auch hier nicht um eine kurze Rundumschau herum.

Beginnen wir mit „Nuff Respect“, das den Anfang der CD markiert und denkbar ordentlich ins Ohr geht, ohne dabei an die großen Zeiten der Bone Thugs anzuknüpfen. Nett, wenngleich kaum außergewöhnlich, gestaltet sich auch „I Ain’t Goin‘ Nowhere“ mit tatkräftiger Mithilfe von Kanye West, den man allerdings auch schon in besserer Form gehört hat. Absolut in Ordnung auch „The Originators“ und „Bone Thugs“ für das niemand geringeres als Biggie Smalls aka The Notorious B.I.G. gewonnen werden konnte.

Bereits hier wird leider deutlich, woran es wirklich hapert. Nicht etwa scheitern die Jungs am Vortragen ihrer Reime, vielmehr gelingt es ihnen kaum einmal über das so viel gescholtene Mittelmaß hinaus zu kommen. Hier kann auch ein Will.I.Am nicht gegenlenken, dessen Präsenz auf „Com’mon Com’mon (Get It Crackin‘)“ nichts an der Tatsache ändert, dass der Track geradezu vor sich hin plätschert. Selbst Pop-Diva Mariah Carey wirkt erschreckend blass, ebenso wie ihre Kollegin Kelly Rowland, mit der man sicher mehr hätte erreichen können als solch farbloses Standardwerk.

Bleibt noch zu vermerken, dass „Summer Luv“ als Begleitung für die Sommermonate durchaus tauglich sein kann, mitten in der Winterzeit jedoch kaum diese Wärme und Unbeschwertheit zu transportieren vermag. Und „We Workin‘“ nicht ernsthaft als Alternative für Jay-Zs Track „Blueprint 2“ in Frage kommt.

Eine CD somit, geprägt von uninspirierten, blassen Produktionen, die kaum einen bleibenden Eindruck hinterlassen und angesichts der hochkarätigen Gäste (unerwähnt blieben etwa Chamillionaire, Petey Pablo und Swizz Beatz) weit unter ihren Möglichkeiten bleiben. Dafür bietet die DVD zumindest interessante Einblicke in die Geschichte von BTNH und wertet das CD/DVD-Set noch ein klein wenig auf.

Bewertung bone-thug

2 Kommentare

  1. Schau mal bei „Quelle und Infos“ unter dem Artikel von Musik4fun.com.
    P.S.: Wir klauen keine Artikel =)

    Gruß

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