Murs & 9th Wonder – „Fornever“ (Review)

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Ein hoch angesehener Produzent, der ohne jeden Zweifel zu den großen Virtuosen der Beatbastler zählt und ein Rapper aus der Stadt der Engel, der seit weit über 10 Jahren in der Booth präsent ist. Das ist dir Formel, aus der sich „Fornever“ zusammensetzt. 9th Wonder und Murs also, die zusammen bereits für den ein oder anderen schönen Moment im Leben eines Rap-Hörers verantwortlich sind. Zwei Charaktere, die durchaus zueinanderpassen und dies mit vorliegendem, mit zehn Stücken reichlich kompakten, Album ein weiteres Mal unter Beweis stellen wollen.

Nun stehen beide Akteure nicht unbedingt für den überladenen Sound der Glanz- und Glitzerwelt, sondern für straighten, ehrlichen Rap ohne Schnörkel. Und so wundert es kaum, wenn auch „Fornever“ sogleich das Genick belastet mit dem hübsch arrangierten Opener gleichen Names, für den sich sogar Kurupt in Schale geworfen hat und sich zur Abwechslung wieder einmal von seiner besseren Seite zeigt. Auch Murs weiß zu gefallen und gibt sich ganz der Reimkunst hin und sei es nur, um den asiatische Frauen ein Ständchen zu trällern („Asian Girl“).

Ein echtes Highlight ist auch die Neuinterpretation des Liebesbeweises für die Rapkunst schlechthin, Commons „I Used To Love Her“. Hier wird ordentlich Liebe verbreitet und Commons Original in keinster Weise verunglimpft. Sauber fährt auch die Zusammenarbeit mit Sick Jacken und Uncle Chucc auf „The Problem Is…“ ein und dann ist man ja auch schon fast am Ende von „Fornever“ angelangt.

Wie auch der Beginn, so findet sich auch auf dem extra relaxten und abschließenden „Live From Roscoe’s“ Kurupt wieder, der erneut nicht die schlechteste Figur abgibt und gemeinsam mit Murs die smoothe Seele mit warmen Worten verwöhnt. Womit dann auch ein gelungenes Ende herbeigerufen wurde, das den durchweg positiven Eindruck bestärkt und zu einem angenehm ausfallenden Fazit führt.

„Fornever“ ist ein gelungenes Stück Musik. Murs findet sich in erstarkter Form wieder und das neunte Wunder vollbringt in fast schon gewohnter Manier wunderbare und dabei doch oft so simple Großtaten, dass man hin und weg ist. Lediglich die arg kurze Spieldauer der Platte ruft ein wenig Enttäuschung hervor, zumal dank zahlreicher Gastbeiträge noch der ein oder andere ausschließlich von Murs vorgetragene Track Platz gefunden hätte. Sei es drum, empfehlenswert ist das Ganze dennoch.

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