Swollen Members – „Armed To The Teeth“ (Review)

2

sm-armed-to-the-teeth-lp-cover-art

Die Swollen Members melden sich mit ihrem sechsten Studioalbum nach drei turbulenten Jahren zurück! Nachdem 2006 das bis hierhin letzte Album „Black Magic“ veröffentlicht wurde, gab es eine Menge Turbulenzen im Leben der Members, allen voran Mad Child. Dieser steckte laut eigener Aussage richtig tief drin im Sumpf aus Drogen und verzerrter Weltansicht, bekam den langen Arm des Gesetzes leidvoll zu spüren, als man sein Haus durchsuchte und ist nun bereit wieder musikalisch durchzustarten. Wieder mit von der Partie natürlich auch sein Rap-Partner Prevail und der DJ / Produzent der Truppe, Rob The Viking. Gemeinsam ist man „armed tot he teeth“ und willens gegen die inneren Dämonen in den Kampf zu ziehen.

Das Cover ist hierbei die konsequente Weiterführung, mit dem Unterschied, dass zu Zeiten von „Black Magic“ noch auf die Kriegsaxt geschworen wurde, während nun die AK-47 die Waffe ihres Vertrauens darstellt und mit rauchendem Lauf eine gewisse Bedrohlichkeit ausstrahlen möchte. Hinzu kommen mit Flammen hinterlegte Augenhöhlen, die unmissverständlich darstellen, dass jeder der drei voll bei der Sache war, um dieses 18 Stücke umfassende Album zu erschaffen, für das man auch mit Namen wie Tech N9ne, Talib Kweli oder auch Everlast zusammenarbeitete.

Getreu dem Albumtitel / -cover geht es von Beginn an auch gleich richtig zur Sache mit dem energisch auftretenden „Reclaim The Throne“, welches einen verheißungsvollen Start andeutet, der im von klirrender E-Gitarre durchzogenen „Porn Star“ seine Fortsetzung wiederfindet. Das gefällt, wenngleich die zusätzlichen Rock-Einflüsse etwas abrupt ins Spiel kommen. Gelungen auch „Kyla“, bei dem Rob The Viking sehr viel Liebe zum Detail bewies und einen herrlichen Beat auf die Beine stellte, den Prevail und Mad Child mit ehrlichen Worten veredeln. Weiterhin ehrlich und vor Energie nur so strotzend geht es bis zur Hälfte des Albums weiter und der Hörer erfährt unter anderem auf dem Mad Child-Solo „My Life“, dass dieser in seiner schwierigen Zeit mehr Pillen zu sich nahm als Eminem. Besorgniserregend, aber in seiner hier dargelegten Form ungeheuer fesselnd.

Erst mit „Certified Dope“ wird etwas Fahrtwind heraus genommen, das die Serie an gelungenen Stücken unterbricht und nicht allzu berauschend ins Ohr. Richtig unangenehm fallen dann jedoch erst die beiden von Auto-Tune misshandelten Tracks „Flyest“ und „Real P.I.“ (mit Glasses Malone) ins Gewicht. Da tat man wahrlich gut daran, es dabei zu belassen und die zweite Hälfte des Albums neben solchen Missgeschicken mit schönen Dingen, etwa dem Kweli/Phil Da Agony/Krondon-Feature auf „Crossfire“ oder dem tadellos instrumentalisierten „Concerto“ zu bestücken.

Daraus resultiert das allgemein sehr positiv wahrgenommene Fazit, mit „Armed To The Teeth“ ein richtig schmuckes Album in den Händen zu halten, das zwar nicht frei von Fehltritten ist, durch seine vermittelte Power jedoch aus dem allgegenwärtig fühlbaren Winterschlaf reißt. Eine gute Sache, die die Swollen Members hoffentlich weiter darin bestärkt, Musik zu machen. Gelungen.

armedtotheteethbewertung

2 Kommentare

  1. Lil-Rockstar on

    Hamma Geil des Album
    von denen hab ich noch nie was gehört
    aber ist sehr geile Mucke

Leave A Reply