Staiger vs. Kollegah: Ihre große Diskussion im Netz

Kollegah Nachdem sich Kollegah für Fard und Snaga eingesetzt und Staiger kritisiert hatte, veröffentlichte dieser einen ausführlichen Beitrag mit der Antwort auf Kolles Kritik auf seinem Tumblr-Blog.

Lieber Kollegah,

Sorry für die späte Antwort auf deine Antwort vom letzten Sonntag, aber in den letzten Tagen hatte ich jede Menge zu tun und teilweise war ich auch malochen. Da hat man dann weniger Zeit, über gewisse Dinge nachzudenken, trotzdem wollte ich noch ein paar Sachen loswerden zu den Sachen, die Du bei Toxic gesagt hast. Da das jetzt aber auch von Deiner Seite nicht wahnsinnig ausschweifend war, will ich es relativ kurz halten:

1. Ich habe die Nazikeule nicht ausgepackt und ich halte auch nicht jeden, der Israel kritisiert für einen Antisemiten. Wer allerdings ohne Not und ohne persönlich davon betroffen zu sein, viermal den Israel-Palästina Konflikt in einem Song erwähnt, dem unterstelle ich ein gewisses Kalkül. Und das Kalkül heißt, ich will mich bei all denen einschleimen, die im Internet unter ein solches Video gerne „Fick die Juden“ schreiben und das sind zur Zeit gar nicht mal so wenige. Den syrischen Bürgerkrieg, Somalia, die andauernde Diskriminierung der Kurden in der Türkei, die Situation im Iran, die Vertreibungspolitik gegen Roma in Ungarn oder auch US-imperialistische Machtbestrebungen im Irak und in Afghanistan … alles Themen, die ebenfalls zur Auswahl stehen, die allerdings viel weniger Likes auf dem facebook-Schlachtfeld bringen. Mit einer berechtigten Kritik der israelischen Politik hat das meiner Meinung nach wenig zu tun – mit Populismus dafür jede Menge.

2. Du sagst Fard und Snaga seien keine Politiker und man müsse das respektieren, dass sie sich überhaupt Gedanken über diese Themen machen. – Ja respektiere ich, deshalb führe ich auch diese Diskussion. Trotz allem muss ich nicht respektieren, was sie sich da so denken. Mache ich bei Jugendlichen mit NPD Parolen auch nicht. Bin ich auch nicht dankbar, dass sie sich überhaupt mit Politik beschäftigen. Finde ich scheiße und sage ich auch.

3. Du sagst Fard und Snaga seien die Stimme des „kleinen Mannes“ – das behauptet die NPD seit Monaten mit ihren zahlreichen Bürgerbewegungen gegen Flüchtlingsheime auch. Ich sehe nur, wie hier der „kleine Mann“ verarscht wird, indem man die Leute untereinander und gegeneinander aufhetzt und der Blick auf Dinge gelenkt wird, die gar nicht da sind. Nämlich, dass irgendwelche finsteren Mächte die Strippen ziehen würden, um uns unten zu halten. In Wahrheit nimmt dir aber dein Boss die Hälfte vom Lohn weg und wenn er dich nicht mehr braucht, setzt er dich auf die Straße und du wirst arbeitslos und damit vollkommen wertlos für diese Gesellschaft. Da braucht man keine Bilderberger dafür, dass es so läuft. Das läuft so.

4. Großartig fand ich in diesem Zusammenhang dein Statement, dass wir und zusammen schließen sollten. – Ja sollten wir. Auf jeden Fall. Um jeden Preis.

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Der Selfmade Rapper ließ sich nicht lumpen und es folgte kurz darauf eine mindestens genauso ausführliche Antwort auf die Antwort von Staiger: